"Mit eigenen Augen..." |
Ein Reisebericht von Marc Nübling
- Teil I |
| Fakten: |
| Dauer: 13 Tage durchquerte Bundesländer: 7 zurückgelegte Distanz: 2050 km Benzinverbrauch: ~ 100 Liter bei ~ 1.26 € / Liter musikalische Begleitung: Social Distortion, Fanta 4, Guns N'Roses, Morcheeba, Johnny Cash, Backyard Babies, Foo Fighters, Misfits uvm. |
4.7.05 - Tübingen Der Tag an dem Tina ihre Diplomarbeit zur Druckerei gebracht hat, und auch der Tag an dem noch ein paar letzte Besorgungen wie einen Autoatlas und diverse Präsente für unsere Gastgeber gemacht wurden. Abends haben wir noch ein wenig gefeiert und auf den erfolgreichen Abschluss von Tinas Studium angestossen, danach sind wir fix und fertig vom Stress der letzten Tage ins Bett gefallen. |
5.7.05 - Tübingen - Kassel Der ursprüngliche Plan war um die Mittagszeit bei Charles in Kassel zu sein. Ein kleiner Umweg mitten durch Stuttgart hat diesen Zeitplan jedoch durchkreuzt, denn Tina musste noch die Jeansjacke bei ihrem Bruder abholen. Aber egal, wir sind ja im Urlaub, also nur kein Stress! Wir schreiben Charles kurz nach Würzburg eine SMS dass es noch eine Weile dauern könnte, und prompt ruft er zurück und hat Tina an der Strippe. Nach dem Verbingungsabbruch durch einen Tunnel klingelt es nochmals, wir besprechen die letzen Details und prophezeien dass wir so gegen 15 Uhr in Kassel ankommen werden. Pünktlich und ohne weitere Vorkomnisse laufen wir in die Kneipe ein die sich zu diesem Zeitpunkt noch im Chaos befand. Handwerker, Putzhilfen, Verwandschaft... und der Charles ganz aufgeregt im Blaumann. Küsschen links, Küsschen rechts, und fort war er schon wieder, den vollgestellten Keller ausräumen. Nachdem wir von seiner Freundin Birgit zu Charles nach Hause gefahren wurden und uns dort erstmal breit gemacht haben sind wir zum naheliegenden Einkaufszentrum gelaufen um Snacks, Taschenlampen und Korkenzieher zu kaufen (für die Campingwoche). Später am Abend sind wir mit den Beiden dann zum Griechichen Lokal um die Ecke und hatten dort endlich die Gelegenheit uns ausgiebig miteinander zu unterhalten und natürlich auch sehr lecker zu essen und einige Alsterwasser zu trinken. |
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6.7.05 - Kassel Charles ist schon wieder aufm dem Weg in die Kneipe um für die grosse Eröffnungsparty vorzukochen während Birgit uns abholt um uns ein wenig von Kassel zu zeigen. Wir sind zuerst ins Gebrüder Grimm Museum und haben uns die dortige Ausstellung angeschaut. Danach hat sie uns auf den Herkules gefahren, dem Wahrzeichen von Kassel, unterhalb dessen sich ein einladender Naturpark erstreckt und von dessen Spitze aus man einen herrlichen Blick über ganz Kassel geniessen kann. Wir sind dann alleine weitergezogen, die Stufen des Herkules runter bis zum Neptunbrunnen und von dort aus zur Löwenburg und zum Schloss Wilhelmshöhe, und mit der Strassenbahn schliesslich ins Zentrum der Stadt. Wir waren inzwischen recht ausgehungert von dem langen Fussmarsch durch den Park, also haben wir uns bei einem Italiener mit Pizza und Pasta verköstigt. Nach einem Bummel durch die Innenstadt sind wir zu Charles Hütte zurückgefahren um uns noch ein wenig Auszuruhen bevor es losgeht. Als wir dann gegen 8 in der "Depesche" aufgekreuzt sind war die Bude schon gut voll, das Chili heiss und bekömmlich und natürlich jede Menge Freibier kaltgestellt. Charles war mit den vielen Gästen beschäftigt, hat es sich aber nicht nehmen lassen mit uns auch nochmal ne Runde zu quatschen und zu trinken, bis wir dann gegen 11 los sind um noch eine der letzten Strassenbahnen zu erwischen. Freundlicherweise hat mir Charles die Doku "Flüssiges Gold - Die Schotten und ihr Whiskey" 1 1/2 Jahre auf seinem Digitalreceiver geparkt damit ich es mir nun endlich mal ansehen konnte, tausend Dank an dieser Stelle nochmal, das Warten hatte sich wirklich gelohnt, auch wenn Tina bereits schon nach 10 Minuten auf meinem Schoss eingeschlafen ist ;) |
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7.7.05 - Kassel - Münster Nach einem kurzen Frühstück mussten wir uns dann leider schon wieder verabschieden, denn die Reise gieng heute ja weiter nach Münster. Nach einer Fahrt von nur 2 Stunden sind wir zunächst um den kompletten Stadtring gefahren weil wir die falsche Ausfahrt erwischt hatten. Nach dem Motto wer sucht der findet haben wir das eigentliche Ziel dann aber doch noch relativ fix gefunden. Martina hat uns herzlich begrüsst und nur kurze Zeit später, als Jörg dann von der Uni nach hause kam, sind wir zusammen losgezogen, am Aasee entlang Richtung Biergarten. Jörg musste nach dem Bier nochmal kurz an die Uni zu einem Vortrag, und in der zwischenzeit sind wir mit Martina durch den Park spaziert bis zum Verwaltungsgebäude der Uni und dem Fachschaftsgebäude der Biologen, auf deren Gelände gerade die Sommerparty aufgebaut wurde. Als Jörg wieder zu uns gestossen ist haben wir dort noch ein paar Bier und Würstchen vom Grill vertilgt und sind weiter ins Stadtzentrum, genauer gesagt auf den Kunstrasen, einer etwas skurillen Kunstinstallation mit Barbetrieb. Danach sind wir zu Rick's Cafe wo wir auf den Henning von den H-Block gestossen sind der dort aber wohl öfters abhängt. Ein nettes kleines Lokal mit einer hervorragenden Aiolicreme und einem spottbilligen Long Island Ice Tea, sehr zu empfehlen. Da wir des Umherziehens noch nicht überdrüssig waren sind wir zuletzt noch in die "Heisse Liebe", einem ehemaligen Nachtlokal wo wir uns noch einen abschliessenden Cocktail gegönnt haben, erstaunlicherweise auch sehr preiswert. Münster wurde bis zu diesem Zeitpunkt seinem offiziellen Ruf als lebenswerteste Stadt in dieser Einwohnerzahl-Kategorie wirklich mehr als gerecht. Viele Fahrräder, jede menge Grün, eine schnuckelige, von Grund auf nach dem Weltkrieg wieder mühsam aufgebaute, Altstadt, viele Hasen die in den Parks herumhoppeln und günstige Weggehmöglichkeiten - was will man mehr? |
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8.7.05 - Münster |
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9.7.05 - Münster - Hamburg Uns erwartete ein kleines Brunch bevor wir dann vor Mittag unserern Weg nach Hamburg antreten würden. Bei mässig schönem Wetter gings also wieder zurück auf die Autobahn, vorbei an Bremen und unter der Elbe durch nach Eimsbüttel, dem Stadtteil in dem Tinas Cousine Kaddi ein nettes, kleines Apartment ergattert hat. Wir haben unsere Sachen dort verstaut und sind dann noch für zwei Stündchen in die Einkaufsstrassen am Bahnhof gefahren und an der Binnenalster entlangspaziert, bis uns Kaddi dann irgendwann mit dem Auto abgeholt hat um uns zur Verwandschaft nach Geesthacht zu fahren, wo wir bei lauen Temperaturen eine kleine Grillparty veranstaltet haben, mit erfrischenden Caipirinhas aus originalen Zutaten von Tinas Vater (aus Brasilien für uns mitgebracht). |
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10.7.05 - Hamburg Ein reichhaltiges Frühstück macht uns fit für den langen Tag der uns heute bevorsteht. Mittags fahren wir mit Kaddi wieder nach Hamburg rein und parken in der HafenCity, einem neuen Stadtteil von Hamburg direkt neben der Speicherstadt. Von dort aus sind wir dann eine ganze Weile und bei schönstem Sonnenwetter am Hafen entlang spaziert und haben uns eine Bustour durch die Stadt organisiert, mit einem der zahlreichen Doppeldeckerbusse die überall zu sehen sind. Die Fahrt war klasse, vor allem der Bezirk um den Alstersee herum, zusammen mit den bissigen und zynischen Kommentaren unserer "Reiseleiterin" einfach herrlich. An der Reeperbahn sind wir dann kurz ausgestiegen um uns das ganze wenigstens mal bei Tag anzuschauen, denn heute Abend stand ja bereits das Treffen mit Timo und Daniela auf dem Plan. Wie eine Geisterstadt sieht das aus, doch man kann sich beim Spaziergang durch die schmudelligen Strassen bereits lebhaft vorstellen was hier abends so alles geboten ist. Nach der Tour haben wir am Hafen ein Fischbrötchen gemampft und sind dann noch auf die Terasse vom Alsterpavillion um die letzten Sonnensttrahlen des Tages geniessen. Schade dass denen bereits schon vor 6 Uhr schon das Eis ausgieng. Kurzes frischmachen in Kaddis Wohnung und schon sind wir wieder los, ein paar Strassen weiter um auf meinen alten Kumpel Timo und seine Freundin Daniela zu treffen. Die beiden haben uns ins Schanzenviertel entführt wo wir im gemütlichen Biergarten von "Oma's Apotheke" Pizza gegessen, Bier getrunken und viel gequatscht haben. Später hat uns Daniela dann verlassen weil sie am nächsten Tag früh raus musste und wir sind mit Timo in eine Tapas-Bar um zum Abschluss noch nen Caipi zu trinken. |
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