"Mit eigenen Augen..." |
Ein Reisebericht von Marc Nübling
- Teil II |
11.7.05 - Hamburg - Bliesdorf Kaddi musste heute früh natürlich auch zur Arbeit doch wir waren natürlich solidarisch und sind mit aufgestanden um uns von ihr zu verabschieden. Freundlicherweise hat sie uns auch einen exakte Beschreibung hinterlassen wie wir queer durch Hamburg finden würden. Bei schönstem Sonnenwetter sind wir dann also weitergefahren gen Nordosten, haben Lübeck passiert und waren gegen mittag bei Bliesdorf bei unserem anvisierten Campingplatz angelangt. Der Platz war zwar eigentlich schon voll, aber der Platzwart hat uns dann doch noch ein kleines Fleckchen auf der Wiese für Spontancamper gefunden, welche auch den Kinderspielplatz beherbergte auf dem es schon wild zur Sache ging. Die nächsten Tage werden wir also mit dem lautstarken Geschrei einer wilden Meute von Kids auskommen müssen - aber was solls, wir sind ja im Urlaub! Das Zelt kurz aufgebaut und sofort an den Platzeigenen Strandabschnitt gewatschelt um uns alles anzuschauen. Der Platz ist geprägt von Dauercampern die sich dort ihr zweites Zuhause geschaffen haben, was man auch sofort sieht an der akribischen Arbeit die sie in ihr kleines Feriendomizil reinstecken. Da hat jeder Wohnwagen seine eigene Hausnummer und mit der Nagelschere getrimmte Hecken vor der Tür. Sicherlich ein Kuriosum für alle die sowas noch nie gesehen haben. Nachmittags machte dann der platzeigene Supermarkt auf und wir haben uns ein paar Lebensmittel besorgt und sind runter an den Strand. Abends noch ein Fläschchen Wein und eine Runde Siedler Kartenspiel und der Tag neigte sich so langsam aber sicher dem Ende zu. |
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12.7.05 - Bliesdorf Die Sonne hat uns schon früh morgens um 8 nach draussen getrieben da die Hitze im Zelt nicht mehr auszuhalten war. Nach dem Nutellafrühstück sind wir auch direkt an den Strand um den Tag voll geniessen zu können, bepackt mit Proviant, Badezeug und Büchern. Der Strand hier in Bliesdorf ist wirklich toll, feiner Sand, nicht überlaufen, in kleine Abschnitte unterteilt... wirklich gemütlich und ideal wenn man es etwas ruhiger haben möchte. Gegen Mittag waren wir sogar ne Runde baden weil das Meer so schön warm war, und das bei zwei Bademuffeln wie wir es sind! Für den Abend hatten wir uns ausgedacht dass wir grillen werden, da es schon überall nach saftigem Fleisch und Würstchen gerochen hat. Grillen ist also ohne Zweifel des Campers Lust, und meine sowieso. Ein paar Schinkenknacker, Tomaten, ein wenig Fladenbrot und Bautzener Grillsenf, lecker. Später bin ich dann noch los zum Restaurant um ein paar Eiswürfel zu organisieren da wir immer noch genug Material hatten um uns ein paar Caipirinhas zu mixen. Nur mit der Nachtruhe wollte es heute nicht so recht klappen, da unser direkter Zeltnachbar mit so einer unglaublichen Lautstärke geschnarcht hat wie ich es noch nie zuvor gehört habe. |
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13.7.05 - Bliesdorf Und täglich grüsst das Murmeltier - Flucht aus dem Zelt schon früh morgens. Nach dem obligatorischen Nutellafrühstück sind wir Richtung Süssau losgefahren, ein ganz kleiner Ort der ungefähr 20 km weiter nordöstlich von Bliesdorf liegt. Dort wollten wir schliesslich unseren alten Studienkollegen Peter treffen den wir seit einigen Jahren nun schon nicht mehr gesehen hatten. Wir haben uns zwar 2-3 mal kurz verfahren, das Ferienhaus wo er mit seiner Familie residiert aber irgendwann doch noch gefunden. Nach einer kurzen Begrüssung sind wir gleich los mit ihm an die Strandpromenade und haben uns dort mit kühlen Getränken zunächst mal in den sehr spärlich verteilten Schatten gesetzt und ein langes Schwätzchen gehalten. Gegen Mittag gabs frischen Fisch und wir sind ins Eiscafe, bevor wir dann eine ganze Weile auf der Terasse der Ferienwohnung verbacht und uns gegen Nachmittag wieder von allen verabschiedet haben. Auf dem Rückweg nach Bliesdorf sind wir noch geschwind nach Grömitz reingefahren um an der total überfüllten Strandpromenade entlangzuwandeln. Erstaunlich, da steht wirklich ein Strandkorb am Nächsten, und wenn man bedenkt wie unglaublich viel ruhiger und gelassener es am Bliesdorfer Strand zugeht der sogar in Sichtweite von hier liegt, da erinnerte Grömitz schon fast an die typischen Touristenhochburgen an der Adria. Vor verlassen der Stadt sind wir noch kurz beim Aldi vorbei unsere Vorräte auffrischen und dann ab zum Campingplatz zurück. Nach einem gediegenen Abendbrot mit Wurst, Käse und diversen Brötchen haben wir eine Runde Kahuna gezockt, dabei ein Fläschchen Rotwein getrunken und sind relativ früh ins Bett da es doch recht frisch wurde nach dem Sonnenuntergang. |
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14.7.05 - Bliesdorf |
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15.7.05 - Bliesdorf - Darmstadt Ein heisser Tag sollte es werden, denn wie schon mehrmals in dieser Woche hat uns wieder die Hitze aus dem Schlafsack getrieben. Wir haben nach einem kurzen Frühstück sofort das Zelt abgebaut, das Auto vollgepackt und uns wieder auf den langen und beschwerlichen Weg nach Süden gemacht. Beschwerlich deshalb weil uns fast 700 km Fahrt bevorstanden, ausserdem eine unschöne Mischung aus Stau, ungaublich schwüler Luft, Hitze und heftige Gewitter auf uns wartete. Nach ungefähr 8 Stunden waren wir schliesslich in Wersau, völlig erschöpft aber glücklich diese unwegsame Reise durch die Republik gut überstanden zu haben. Tina hatte noch immer an Rückenschmerzen zu leiden und so bin ich die ganze Strecke allein gefahren, dementsprechend kaputt war ich auch bei der Ankunft bei meinen Verwandten, und bin erst wieder etwas aufgetaut als ich genug getrunken und gegessen habe. Bei der Familie Böck war inzwischen natürlich das heillose Chaos ausgebrochen, und das seit mindestens 1 Woche schon. Das ganze Haus war voller Leute und alle hatten sie irgendwas mit der Hochzeit zu tun die meine Cousine Helena morgen zu bestreiten hatte. Die Vorbereitungen liefen also auf Hochtouren, und wir waren mittendrin. Noch vor 12 hat es uns aber endgueltig alle Lichter ausgepustet und wir sind totmuede auf die Schlafflache des Caravans, der vor der Haustuere fuer uns geparkt wurde, niedergesunken. |
16.7.05 - Darmstadt |
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17.7.05 - Darmstadt - Tübingen Direkt nach dem Aufstehen sind wir alle nochmals zurück in die Festhalle um in einem riesengrossen Brunch die Reste des Vortages zu verputzen, und endlich hatte ich auch die Gelegenheit etwas von der Hochzeitstorte zu probieren. Ich habe von jedem der 3 Stockwerke einfach 1 Stück genommen, dafür aber so manchen zweifelhaften Blick geerntet. Egal, sie war es mehr als wert! Die Zeit rannte jetzt nur so davon und um uns herum wurde schon eifrig abgebaut, also war es langsam vonnöten die Heimreise anzutreten. Leider war es heute wieder unsäglich heiss, doch wir hatten ja nur noch knappe 2 Stunden zu fahren, also hiess es Zähne zusammenbeissen. Am frühen Abend haben wir schliesslich Tübingen erreicht und waren zwar ein wenig traurig über das Ende unserer Reise, aber auch ein wenig froh endlich mal wieder im eigenen Bett schlafen zu können. |
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Ich hoffe das Lesen hat Euch ein wenig
Spass bereitet. |